Autochthone Rebsorten

Auf köstlichen Abwegen.

Manche Rebsorten sind fast aus den Weingärten verschwunden. Andere wiederum entwickeln durch einfallsreiche Winzer ganz neue Eigenschaften. Wir möchten Ihnen hier ein paar besondere, meist autochthone Tropfen vorstellen – abseits des Mainstreams.

Es gibt Trauben, die rufen meist nur ratloses Schulterzucken hervor. Vor allem außerhalb der alpenrepublikanischen Landesgrenzen. Uhudler etwa oder Rotgipfler. Lindenblättriger oder Frühroter Veltliner. Sehr spannend, sagen wir. Es gibt eben noch viele Schätze zu entdecken, zwischen alten Sorten und neuen Vinifizierungen.

Den Grünen Veltliner von Panta Rhei etwa, der nach malolaktischer Gärung und großem Holzfass so gar nicht wie ein klassischer Veltliner daherkommt, sondern mineralisch und dicht. Oder der Veltliner Minimal von Nikolaus Moser, unfiltriert und eben nur mit „minimalen“ Eingriffen vinifiziert. Oder auch der Rheinriesling von Bernhard Ott mit höchst exotischer Aromatik und Spiel aus Restzucker und Säure, ganz im Stil der großen, deutschen Rieslinge. Der blaufränkische Uwe Schiefer liebäugelt mit seinem neuen Frizzante vom Uhudler, einem österreichischen Wein aus Direktträger-Trauben. René Pöckl kredenzt eine rote Trockenbeerenauslese von hinreißender Süße, ganz ohne Botrytis, und Rainer Loacker mit seinem Weißwein „Libero“ sowie Alfred Ploder mit Muskaris und Souvignier Gris gehen neue, pilzwiderstandsfähige Wege. Eine Aufforderung zur Schatzsuche.

Schiefer_285x250Uwe Schiefer

 „Das Interessante der Rebsorte Uhudler ist, dass sie ganz natürlich ohne Pflanzenschutz gedeiht. Es sind leichte, animierende Weine, die sich perfekt für einen Frizzante eignen. Eine echt regionale Spezialität des Südburgenlands.“
 
 
„Zierfandler ist eine Sorte, die langes Entwicklungspotenzial hat und durch die attraktive Aromenvielfalt sehr gut als Speisenbegleiter einsetzbar ist. Die Riede Spiegel ist eine der ältesten Lagen in Gumpoldskirchen, auf der seit Jahrhunderten Wein angebaut wird.“

 

Reinisch_285x250Hannes Reinisch

Loacker_285x250Rainer Loacker

„Libero – mit seiner strohgelben, eindrucksvollen Farbe verführt dich in dionysischen Rhythmus, von Anziehung zu Verlockung und hält dich in seinem Bann. Fülle, Würze und Eleganz strahlen dir entgegen, er umarmt dich, ohne dich zu enttäuschen.“
 
  • Lindenblättriger: Den Hochzeitswein der ungarischen Könige hat Josef Umathum wiederentdeckt. Wunderbar, denn der spät reifende Wein – wenig Alkohol, aber frische Säure – erinnert jung an Heu, Mandeln und eben Lindenblüten, reifer an Quitten und Ringlotten.
  • Frühroter Veltliner: Dieses Kind von Rotem Veltliner und Silvaner mag den Frost gar nicht, bei Ernst Frischauf wird er füllig und mild im Duft, weich und charmant mit Aromen reifer Honigmelonen am Gaumen.
  • Rotgipfler: Selten, hocharomatisch und autochthon – Christian Fischer zeigt die ganze Cremigkeit und leichte Würze dieses Weins, mit Aromen von reifen Birnen und Quitten. Ein wunderbarer Spielgefährte für helles Fleisch und Meeresfrüchte.
  • Uhudler: Wein aus Amerikanerreben (Direktträger) oder Hybriden. Gilt auch als Überbegriff für diverse Sorten, die für diesen Weintyp (hauptsächlich im Weinbaugebiet Südburgenland) verwendet werden; die Weine sind an ihrem deutlichen Walderdbeer- und Himbeeraroma erkennbar.
  • Zierfandler: Ein weißer Klassiker rund um Gumpoldskirchen. In den Premium-Lagen des Johanneshofs Reinisch entwickelt er ein feinwürziges Bukett mit Nuancen von exotischen Früchten, komplex und stoffig.
  • Neuburger: Ein echter Österreicher, nur aus der Mode gekommen. Zu Unrecht, finden Gernot und Heike Heinrich, ihr charaktervoller Neuburger schimmert in hellem Grüngelb; Wiesenkräuter, Apfel und Walnüsse sind zu erschnuppern.
 
„`Los ge lösst´ – tiefgründige, fruchtbare Böden im Vulkanland Steiermark als Basis, biodynamisch erzeugte Trauben, Liebe zu geradlinigen Weinen und viel Zeit zum Reifen im Stettinfass; eben Wein von Ploder-Rosenberg, mit Potenzial, Tiefgang, vielschichtig verwoben mit vollreifer Frucht und Schale.“

Ploder_285x250Fredi Ploder

P-ckl_285x250René Pöckl

„Ich wollte etwas Besonderes machen, eine Trockenbeerenauslese ohne Botrytis aus Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Dörrpflaumen, Feigen, Rosinen, Zimt und Honig vereint in einem Wein.“
 
 
„Die Sorte Roter Veltliner ist wie eine Diva, die jedes Jahr mein Herzblut kostet – sie ist fordernd und launisch im Wachsen und Gedeihen, aber letztlich immer wieder großartig im Erlebnis.“

Mantler_285x250Sepp Mantler

Moser_285x250Niki Moser

„Unsere Grünen Veltliner sind puristische Vertreter ihrer Spezies, geprägt durch lebendige Böden und handwerkliche Vinifizierung.“
 

Frühling/Sommer 2014

Auf köstlichen Abwegen. Manche Rebsorten sind fast aus den Weingärten verschwunden . Andere wiederum entwickeln durch einfallsreiche Winzer ganz neue Eigenschaften. Wir möchten Ihnen hier ein... mehr erfahren »
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Autochthone Rebsorten

Auf köstlichen Abwegen.

Manche Rebsorten sind fast aus den Weingärten verschwunden. Andere wiederum entwickeln durch einfallsreiche Winzer ganz neue Eigenschaften. Wir möchten Ihnen hier ein paar besondere, meist autochthone Tropfen vorstellen – abseits des Mainstreams.

Es gibt Trauben, die rufen meist nur ratloses Schulterzucken hervor. Vor allem außerhalb der alpenrepublikanischen Landesgrenzen. Uhudler etwa oder Rotgipfler. Lindenblättriger oder Frühroter Veltliner. Sehr spannend, sagen wir. Es gibt eben noch viele Schätze zu entdecken, zwischen alten Sorten und neuen Vinifizierungen.

Den Grünen Veltliner von Panta Rhei etwa, der nach malolaktischer Gärung und großem Holzfass so gar nicht wie ein klassischer Veltliner daherkommt, sondern mineralisch und dicht. Oder der Veltliner Minimal von Nikolaus Moser, unfiltriert und eben nur mit „minimalen“ Eingriffen vinifiziert. Oder auch der Rheinriesling von Bernhard Ott mit höchst exotischer Aromatik und Spiel aus Restzucker und Säure, ganz im Stil der großen, deutschen Rieslinge. Der blaufränkische Uwe Schiefer liebäugelt mit seinem neuen Frizzante vom Uhudler, einem österreichischen Wein aus Direktträger-Trauben. René Pöckl kredenzt eine rote Trockenbeerenauslese von hinreißender Süße, ganz ohne Botrytis, und Rainer Loacker mit seinem Weißwein „Libero“ sowie Alfred Ploder mit Muskaris und Souvignier Gris gehen neue, pilzwiderstandsfähige Wege. Eine Aufforderung zur Schatzsuche.

Schiefer_285x250Uwe Schiefer

 „Das Interessante der Rebsorte Uhudler ist, dass sie ganz natürlich ohne Pflanzenschutz gedeiht. Es sind leichte, animierende Weine, die sich perfekt für einen Frizzante eignen. Eine echt regionale Spezialität des Südburgenlands.“
 
 
„Zierfandler ist eine Sorte, die langes Entwicklungspotenzial hat und durch die attraktive Aromenvielfalt sehr gut als Speisenbegleiter einsetzbar ist. Die Riede Spiegel ist eine der ältesten Lagen in Gumpoldskirchen, auf der seit Jahrhunderten Wein angebaut wird.“

 

Reinisch_285x250Hannes Reinisch

Loacker_285x250Rainer Loacker

„Libero – mit seiner strohgelben, eindrucksvollen Farbe verführt dich in dionysischen Rhythmus, von Anziehung zu Verlockung und hält dich in seinem Bann. Fülle, Würze und Eleganz strahlen dir entgegen, er umarmt dich, ohne dich zu enttäuschen.“
 
  • Lindenblättriger: Den Hochzeitswein der ungarischen Könige hat Josef Umathum wiederentdeckt. Wunderbar, denn der spät reifende Wein – wenig Alkohol, aber frische Säure – erinnert jung an Heu, Mandeln und eben Lindenblüten, reifer an Quitten und Ringlotten.
  • Frühroter Veltliner: Dieses Kind von Rotem Veltliner und Silvaner mag den Frost gar nicht, bei Ernst Frischauf wird er füllig und mild im Duft, weich und charmant mit Aromen reifer Honigmelonen am Gaumen.
  • Rotgipfler: Selten, hocharomatisch und autochthon – Christian Fischer zeigt die ganze Cremigkeit und leichte Würze dieses Weins, mit Aromen von reifen Birnen und Quitten. Ein wunderbarer Spielgefährte für helles Fleisch und Meeresfrüchte.
  • Uhudler: Wein aus Amerikanerreben (Direktträger) oder Hybriden. Gilt auch als Überbegriff für diverse Sorten, die für diesen Weintyp (hauptsächlich im Weinbaugebiet Südburgenland) verwendet werden; die Weine sind an ihrem deutlichen Walderdbeer- und Himbeeraroma erkennbar.
  • Zierfandler: Ein weißer Klassiker rund um Gumpoldskirchen. In den Premium-Lagen des Johanneshofs Reinisch entwickelt er ein feinwürziges Bukett mit Nuancen von exotischen Früchten, komplex und stoffig.
  • Neuburger: Ein echter Österreicher, nur aus der Mode gekommen. Zu Unrecht, finden Gernot und Heike Heinrich, ihr charaktervoller Neuburger schimmert in hellem Grüngelb; Wiesenkräuter, Apfel und Walnüsse sind zu erschnuppern.
 
„`Los ge lösst´ – tiefgründige, fruchtbare Böden im Vulkanland Steiermark als Basis, biodynamisch erzeugte Trauben, Liebe zu geradlinigen Weinen und viel Zeit zum Reifen im Stettinfass; eben Wein von Ploder-Rosenberg, mit Potenzial, Tiefgang, vielschichtig verwoben mit vollreifer Frucht und Schale.“

Ploder_285x250Fredi Ploder

P-ckl_285x250René Pöckl

„Ich wollte etwas Besonderes machen, eine Trockenbeerenauslese ohne Botrytis aus Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Dörrpflaumen, Feigen, Rosinen, Zimt und Honig vereint in einem Wein.“
 
 
„Die Sorte Roter Veltliner ist wie eine Diva, die jedes Jahr mein Herzblut kostet – sie ist fordernd und launisch im Wachsen und Gedeihen, aber letztlich immer wieder großartig im Erlebnis.“

Mantler_285x250Sepp Mantler

Moser_285x250Niki Moser

„Unsere Grünen Veltliner sind puristische Vertreter ihrer Spezies, geprägt durch lebendige Böden und handwerkliche Vinifizierung.“
 

Frühling/Sommer 2014

ZUM WOHLE!
Ich bin Monsieur Flapeau, Flapeau wie FLAschenPOst, Spitzname „Meister Flapo“. Stets gut gelaunt habe ich als Online-Kellermeister von Döllerer’s Weinhandelshaus sozusagen unser ganzes Sortiment abrufbereit im Kopf und helfe Ihnen jederzeit gerne weiter. Denn bei mehr als 5.000 Artikeln rund um das Thema Wein fällt die Auswahl schon mal schwer. Einfach nur Weintyp, Weinstil und Zweck/Anlass auswählen und Ihre individuelle Weinempfehlung ist nur mehr einen Klick entfernt.