Wieder mal typisch: DAC-Weine

Weinbaugebiet statt Rebsorte:
Österreichs DAC-Weine sind in Flaschen gefüllte Landschaften.

Wie Rioja oder Chablis schmeckt ist bekannt. Oder auch Barolo und Chianti. Dass das Weinbaugebiet den „typischen“ Geschmack mehr prägt als die Rebsorte, zeigt sich in Frankreich, Italien oder Spanien in den Appellationskürzeln DOCG/DOC, AOC/AC oder DOCa/DO. Recht haben sie, die Nachbarn. Denn auch hierzulande schmeckt ein Veltliner aus dem Weinviertel anders als einer vom Leithaberg oder eben aus dem Traisental. Das heißt nun in Österreich seit 2002 „DAC“ und steht für „Districtus Austriae Controllatus“. Wer dieses gesetzliche Kürzel auf dem Etikett seiner Flasche – gleich nach dem Namen des Weinbaugebiets, wie etwa Kamptal, Eisenberg, Traisental – vorfindet, darf sich auf einen besonders gebietstypischen Qualitätswein freuen.

Neu ist so ein DAC-Wein aber nicht. Er ist nur ein ganz besonders charakteristischer Wein für seine Gegend. DAC-Gebiete dürfen ihren Gebietsnamen ausschließlich für den für das Gebiet repräsentativsten Wein verwenden. Das können auch mehrere pro Gebiet sein. Alle anderen Qualitätsweine bekommen eine geklebt – und zwar einfach eine Etikette mit dem Bundesland.

Ausgangspunkt für einen DAC-Wein ist das einzigartige Terroir, auf dem er gedeiht. Boden und Klima verleihen der Traube speziellen Charakter. Bestes Beispiel: das Traisental, seit dem Jahrgang 2006 ganz offiziell mit zwei Protagonisten in Weiß vertreten. Grüner Veltliner und Riesling heißen die beiden Traisental-DAC-Weinsorten; sie stellen gemeinsam rund drei Viertel der Qualitätsweine des Gebietes. Wobei natürlich dem Grünen Veltliner mit rund 60 Prozent Rebflächenanteil, der höchste Österreichs übrigens, die Starrolle zukommt, der Riesling ist in den letzten Jahren auf rund zehn Prozent hochgeklettert.

DAC-Gebiete_895x460

Die Herkunft eines Weines sagt, woher die Trauben stammen, aus denen er gepresst wurde, unabhängig davon, wo der Erzeugerbetrieb steht.
© ÖWM

Wellness für Weine

Ihr mineralisches Gleichgewicht finden die Rebwurzeln tief im lockeren Kalk-Konglomerat, auf würzigem Urgestein und zwischen Löss und sandigem Schotter. Das bringt Vielfalt. Die Eleganz und Aromenkraft kommt aus dem Wechselspiel zwischen pannonischer Wärme tagsüber und kühlen Nachtbrisen aus dem Dunkelsteinerwald. Fein und doch kraftvoll sind diese DAC-Weine, üblicherweise mit Anklängen an Mais, Tabakblätter, Heublumen und frischem Korn. Für dieses klare, unverwechselbare Sorten- und Herkunftsprofil ist Holz oder Botrytis tabu. Frisch muss er sein, der Grüne Veltliner, würzig und – klassisch ausgebaut – fruchtbetont. Kräftig und kernig der Riesling. Und die kostbaren Reserven macht der Kalkboden mineralisch und schmelzig. Typisch Traisental, typisch DAC.

Folgende neun DAC-Gebiete wurden per Verordnung des Landwirtschaftsministers definiert:
Weinviertel DAC
Mittelburgenland DAC
Traisental DAC
Kremstal DAC
Kamptal DAC
Leithaberg DAC
Eisenberg DAC
Neusiedlersee DAC
Wiener Gemischter Satz DAC


DAC - Districtus Austriae Controllatus

Im Jahr 2002 wurde mit der Einführung des Appellationssystems DAC (Districtus Austriae Controllatus) in Österreichs Weinhierarchie erstmals die Herkunft über die Rebsorte gestellt. Ziel ist es, typische Weine einer Region unter einer gemeinsamen Marke zusammenzufassen und damit größere Weinmengen mit einer zuordenbaren Stilistik zu schaffen. In den DAC-Weinbaugebieten dürfen auch Weine ohne DAC-Bezeichnung produziert werden. So dürfen aber nicht für den DAC zugelassene Rebsorten verwendet werden. Allerdings darf dann der Wein nicht mit der geografischen Angabe, die dem DAC entspricht, bezeichnet werden. Stattdessen kann eine übergeordnete Regionenbezeichnung verwendet werden, zum Beispiel Niederösterreich anstatt Weinviertel.

Frühling/Sommer 2014

Weinbaugebiet statt Rebsorte: Österreichs DAC-Weine sind in Flaschen gefüllte Landschaften. Wie Rioja oder Chablis schmeckt ist bekannt. Oder auch Barolo und Chianti. Dass das Weinbaugebiet den... mehr erfahren »
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Wieder mal typisch: DAC-Weine

Weinbaugebiet statt Rebsorte:
Österreichs DAC-Weine sind in Flaschen gefüllte Landschaften.

Wie Rioja oder Chablis schmeckt ist bekannt. Oder auch Barolo und Chianti. Dass das Weinbaugebiet den „typischen“ Geschmack mehr prägt als die Rebsorte, zeigt sich in Frankreich, Italien oder Spanien in den Appellationskürzeln DOCG/DOC, AOC/AC oder DOCa/DO. Recht haben sie, die Nachbarn. Denn auch hierzulande schmeckt ein Veltliner aus dem Weinviertel anders als einer vom Leithaberg oder eben aus dem Traisental. Das heißt nun in Österreich seit 2002 „DAC“ und steht für „Districtus Austriae Controllatus“. Wer dieses gesetzliche Kürzel auf dem Etikett seiner Flasche – gleich nach dem Namen des Weinbaugebiets, wie etwa Kamptal, Eisenberg, Traisental – vorfindet, darf sich auf einen besonders gebietstypischen Qualitätswein freuen.

Neu ist so ein DAC-Wein aber nicht. Er ist nur ein ganz besonders charakteristischer Wein für seine Gegend. DAC-Gebiete dürfen ihren Gebietsnamen ausschließlich für den für das Gebiet repräsentativsten Wein verwenden. Das können auch mehrere pro Gebiet sein. Alle anderen Qualitätsweine bekommen eine geklebt – und zwar einfach eine Etikette mit dem Bundesland.

Ausgangspunkt für einen DAC-Wein ist das einzigartige Terroir, auf dem er gedeiht. Boden und Klima verleihen der Traube speziellen Charakter. Bestes Beispiel: das Traisental, seit dem Jahrgang 2006 ganz offiziell mit zwei Protagonisten in Weiß vertreten. Grüner Veltliner und Riesling heißen die beiden Traisental-DAC-Weinsorten; sie stellen gemeinsam rund drei Viertel der Qualitätsweine des Gebietes. Wobei natürlich dem Grünen Veltliner mit rund 60 Prozent Rebflächenanteil, der höchste Österreichs übrigens, die Starrolle zukommt, der Riesling ist in den letzten Jahren auf rund zehn Prozent hochgeklettert.

DAC-Gebiete_895x460

Die Herkunft eines Weines sagt, woher die Trauben stammen, aus denen er gepresst wurde, unabhängig davon, wo der Erzeugerbetrieb steht.
© ÖWM

Wellness für Weine

Ihr mineralisches Gleichgewicht finden die Rebwurzeln tief im lockeren Kalk-Konglomerat, auf würzigem Urgestein und zwischen Löss und sandigem Schotter. Das bringt Vielfalt. Die Eleganz und Aromenkraft kommt aus dem Wechselspiel zwischen pannonischer Wärme tagsüber und kühlen Nachtbrisen aus dem Dunkelsteinerwald. Fein und doch kraftvoll sind diese DAC-Weine, üblicherweise mit Anklängen an Mais, Tabakblätter, Heublumen und frischem Korn. Für dieses klare, unverwechselbare Sorten- und Herkunftsprofil ist Holz oder Botrytis tabu. Frisch muss er sein, der Grüne Veltliner, würzig und – klassisch ausgebaut – fruchtbetont. Kräftig und kernig der Riesling. Und die kostbaren Reserven macht der Kalkboden mineralisch und schmelzig. Typisch Traisental, typisch DAC.

Folgende neun DAC-Gebiete wurden per Verordnung des Landwirtschaftsministers definiert:
Weinviertel DAC
Mittelburgenland DAC
Traisental DAC
Kremstal DAC
Kamptal DAC
Leithaberg DAC
Eisenberg DAC
Neusiedlersee DAC
Wiener Gemischter Satz DAC


DAC - Districtus Austriae Controllatus

Im Jahr 2002 wurde mit der Einführung des Appellationssystems DAC (Districtus Austriae Controllatus) in Österreichs Weinhierarchie erstmals die Herkunft über die Rebsorte gestellt. Ziel ist es, typische Weine einer Region unter einer gemeinsamen Marke zusammenzufassen und damit größere Weinmengen mit einer zuordenbaren Stilistik zu schaffen. In den DAC-Weinbaugebieten dürfen auch Weine ohne DAC-Bezeichnung produziert werden. So dürfen aber nicht für den DAC zugelassene Rebsorten verwendet werden. Allerdings darf dann der Wein nicht mit der geografischen Angabe, die dem DAC entspricht, bezeichnet werden. Stattdessen kann eine übergeordnete Regionenbezeichnung verwendet werden, zum Beispiel Niederösterreich anstatt Weinviertel.

Frühling/Sommer 2014

ZUM WOHLE!
Ich bin Monsieur Flapeau, Flapeau wie FLAschenPOst, Spitzname „Meister Flapo“. Stets gut gelaunt habe ich als Online-Kellermeister von Döllerer’s Weinhandelshaus sozusagen unser ganzes Sortiment abrufbereit im Kopf und helfe Ihnen jederzeit gerne weiter. Denn bei mehr als 5.000 Artikeln rund um das Thema Wein fällt die Auswahl schon mal schwer. Einfach nur Weintyp, Weinstil und Zweck/Anlass auswählen und Ihre individuelle Weinempfehlung ist nur mehr einen Klick entfernt.