Edelsüß

„Edelsüß“ beschreibt eine Geschmackseigenschaft von Weißwein, der aus vom Schimmelpilz Botrytis cinerea befallenen, edelfaulem Lesegut hergestellt wird.

Edelsüße Weine schmecken im Vergleich zu jenen Süßweinen, die aus gesunden Trauben hergestellt werden, bei gleichem Restzuckergehalt ausgeprägt süß und sind grundsätzlich an ihrem typischen Geschmack nach Honig bzw. Karamell/Krokant, der auch leicht bitter wirken kann, festzumachen.

Ebenso ist Essigsäure im Bouquet erkennbar, da edelfaule Beeren verstärkt von Essigbakterien infiziert werden.

Der Edelschimmelpilz verschiebt das Verhältnis zwischen Wein- und Apfelsäure und kann mithilfe eines Enzyms (Traubenzuckeroxydase) aus Traubenzucker Glukonsäure herstellen, die in gesun­den Bee­ren nicht oder kaum vorkommt.

Ergänzend ist der Pilz „glukophil“, wodurch er beim Stoffwechsel mehr Glukose als Fruktose verbraucht (letztere hat eine zwischen 1,3 und 1,8 höhere Süßkraft).

Der größte Unterschied zwischen Weinen aus gesunden und edelfaulen Trauben besteht jedoch im Glyzeringehalt. Glyzerin schmeckt süß und steigert den bereits durch Glukose und Fruktose hervorgerufenen süßen Geschmackseindruck. In Zahlen ausgedrückt: gesunde Trauben weisen 1 g Glyzerin/l auf, edelsüße Spitzenweine enthalten über 30 g/l.

Ebenso kommen in edelsüßen Weinen Zuckeral­ko­hole wie Ery­thrit, Xylit, Ara­bit, Man­nit, Sor­bit und Ino­sit in erhöh­ten Men­gen vor.

Die Voraussetzung für edelsüße Weine sind Trauben mit einem Mindestmostgewicht von 110 °Oechsle bzw. 22 °KMW.

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Edelsüß

„Edelsüß“ beschreibt eine Geschmackseigenschaft von Weißwein, der aus vom Schimmelpilz Botrytis cinerea befallenen, edelfaulem Lesegut hergestellt wird.

Edelsüße Weine schmecken im Vergleich zu jenen Süßweinen, die aus gesunden Trauben hergestellt werden, bei gleichem Restzuckergehalt ausgeprägt süß und sind grundsätzlich an ihrem typischen Geschmack nach Honig bzw. Karamell/Krokant, der auch leicht bitter wirken kann, festzumachen.

Ebenso ist Essigsäure im Bouquet erkennbar, da edelfaule Beeren verstärkt von Essigbakterien infiziert werden.

Der Edelschimmelpilz verschiebt das Verhältnis zwischen Wein- und Apfelsäure und kann mithilfe eines Enzyms (Traubenzuckeroxydase) aus Traubenzucker Glukonsäure herstellen, die in gesun­den Bee­ren nicht oder kaum vorkommt.

Ergänzend ist der Pilz „glukophil“, wodurch er beim Stoffwechsel mehr Glukose als Fruktose verbraucht (letztere hat eine zwischen 1,3 und 1,8 höhere Süßkraft).

Der größte Unterschied zwischen Weinen aus gesunden und edelfaulen Trauben besteht jedoch im Glyzeringehalt. Glyzerin schmeckt süß und steigert den bereits durch Glukose und Fruktose hervorgerufenen süßen Geschmackseindruck. In Zahlen ausgedrückt: gesunde Trauben weisen 1 g Glyzerin/l auf, edelsüße Spitzenweine enthalten über 30 g/l.

Ebenso kommen in edelsüßen Weinen Zuckeral­ko­hole wie Ery­thrit, Xylit, Ara­bit, Man­nit, Sor­bit und Ino­sit in erhöh­ten Men­gen vor.

Die Voraussetzung für edelsüße Weine sind Trauben mit einem Mindestmostgewicht von 110 °Oechsle bzw. 22 °KMW.

ZUM WOHLE!
Ich bin Monsieur Flapeau, Flapeau wie FLAschenPOst, Spitzname „Meister Flapo“. Stets gut gelaunt habe ich als Online-Kellermeister von Döllerer’s Weinhandelshaus sozusagen unser ganzes Sortiment abrufbereit im Kopf und helfe Ihnen jederzeit gerne weiter. Denn bei mehr als 5.000 Artikeln rund um das Thema Wein fällt die Auswahl schon mal schwer. Einfach nur Weintyp, Weinstil und Zweck/Anlass auswählen und Ihre individuelle Weinempfehlung ist nur mehr einen Klick entfernt.